A D V E N T S Z E I T

 

 

 

Was bedeutet Advent ?

 

Advent  - Zeit der Vorfreude, Zeit der großen und der kleinen Wünsche. Die Familie rückt jetzt ein wenig näher zusammen. Das ist eine Geheimnistuerei vom einen zum andern, und überall raschelt und knistert es. 

Aber bei all der Geschäftigkeit sollten wir den Sinn der Adventszeit nicht vergessen. Das Wort Advent kommt aus dem Lateinischen  und heißt <Ankunft>. Die Menschheit erwartet ihren Erlöser. Im Weihnachtsfest feiern wir alle Jahre wieder die Geburt Christi.

Nicht immer war die Zeit vor Weihnachten eine Zeit der Freude oder des Überschwangs. Im Advent sind die Farben in der Kirche violett - ein Zeichen der Trauer und Buße. Sogar die Dauer der Vorbereitungen hat im Laufe der Jahrhunderte stark geschwankt. Es gab Zeiten, da sich der Advent über fünf, ja sechs Wochen erstreckte, und vor allem hat er stets als Fastenzeit gegolten.

Zum Adventsbrauch gehört der grüne Kranz - geschmückt mit roten Kerzen. Auch hier haben die Farben eine ganz ursprüngliche Bedeutung. Grün gilt als Farbe unserer Treue zu Christus; Rot ist die Farbe seines Blutes, das er für uns vergoss. Der Adventskranz hat sich erst zu Beginn

des 20. Jahrhunderts  eingebürgert. Doch der grüne Zweig oder der Tannenbuschen war schon im Mittelalter als Adventsschmuck in den Kirchen zu sehen. Im Advent gibt es eine Reihe kirchlicher Feiertage und Feste, die heute meist nur noch symbolhafte Bedeutung haben. So feiern wir am 4. Dezember den Tag der Heiligen Barbara. Sie ist Schutzpatronin der Bergleute, und ihr zu Ehren schneidet man in vielen Gegenden Zweige von Forsythien, Obstbäumen usw. ab und stellt sie ins Wasser. Wer seine Zweige gut pflegt, kann  vielleicht zu Weihnachten ihre Blüte erleben.

 

Wie anheimelnd kann ein Bummel über den Weihnachtsmarkt sein. Die berühmtesten sind in Berlin, Hamburg, Leipzig, Magdeburg, Köln, Frankfurt und Nürnberg. In alten Tagen kaufte man dort auch die schönsten Dinge für den Gabentisch.

Einen der schönsten Weihnachtsmärkte finden wir in Nürnberg.

Die Stände sind vor dem festlich erleuchteten Schönen Brunnen aufgestellt, und gerade in Nürnberg sollte man unbedingt die berühmten Nürnberger Lebkuchen oder einen glitzernden Rauschgoldengel erwerben, der erstmals vor 300 Jahren in dieser Stadt hergestellt worden sein soll. Auch der Münchner Kripperlmarkt ist eine weltberühmte Rarität.

Am 6. Dezember ist Nikolaustag - im Gedenken an den Bischof von Myra, der vor allem wegen seiner Mildtätigkeit in die Legende eingegangen ist. Der alte Brauch, dass die Kinder ihre Schuhe vor die Tür stellen, geht ebenfalls auf eine alte Sage zurück: Nikolaus soll einmal Gold durch den Kamin geworfen haben.

Am 8. Dezember ist das Fest Mariä Empfängnis. Es wird bei uns in Deutschland nur in katholischen Gegenden begangen, während Spanien etwa einen hohen Feiertag daraus gemacht hat. Die Häuser werden prächtig geschmückt und Kerzen in die Fenster gestellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Z w i s c h e n    d e n     J a h r e n     2020/2021